DIE TAUSCHBÖRSE

Die Liebe des Severin Imboden

Autor:
Verlag:
Deutsche Verlagsanstalt Stuttgart
Jahr:
1916
Seitenzahl:
336
Medium:
Hardcover
Sprache:
Deutsch
Anbieter:
(762)

Artikel angeboten seit:
11.07.2011
Tickets:
1
Zustandsbeschreibung
gut erhalten, wenig Gebrauchsspuren
Artikelbeschreibung
Text in Frakturschrift.

Über den Verfasser:
* 24. 1. 1867 Zürich, ** 12. 2. 1952 Meggen/Kt. Luzern. - Erzähler, Lyriker u. Dramatiker.
Der Sohn des aus Bayern stammenden Inhabers des Zürcher »Café littéraire« u. späteren Hoteliers in Siders/Kt. Wallis u. Göschenen/Kt. Uri verlebte seine Jugend an den Wirkungsstätten seines Vaters u. trat nach Lehrjahren in England u. Italien 1887 in Göschenen in den väterl. Betrieb ein. Im gleichen Jahr debütierte Z. literarisch bei der Einweihung des Gotthardtunneldenkmals mit dem Gedicht An die gefallenen Arbeiter. 1893 erschien in Luzern sein erstes Buch, die gefühlvolle, mit dem Erlebnis der Bergwelt verknüpfte Erzählung Herzens-Kämpfe, der Gedichte, weitere Erzählungen u. der erste Roman, Erni Beheim (Stgt. 1898), folgten. Ein Jahr nach der vollständigen Übernahme des väterl. Betriebs gelang ihm mit Albin Indergand (Frauenfeld 1901. Zuletzt Zürich 1981) der Durchbruch. Der um 1792 spielende, geschickt in die kolossale Gotthardlandschaft hineinmontierte, spannend geschriebene Roman um einen Außenseiter, der sich die Achtung seines Volkes erwirbt, stand am Anfang einer langen Reihe von Erfolgsbüchern wie Die Clari-Marie (ebd. 1905), Verena Stadler (ebd. 1906) oder Die Liebe des Severin Imboden (ebd. 1916), mit welchen Z. zusammen mit Autoren wie Jakob Christoph Heer oder Alfred Huggenberger den dt. Bedarf an zugkräftiger Schweizer Heimatliteratur deckte. Dennoch lieferte Z. keineswegs nur idyllische Bilder von einer heilen Bergwelt. Bereits der Roman Lukas Hochstrassers Haus (ebd. 1907), der mit über 500 000 verkauften Exemplaren sein erfolgreichstes Buch wurde, verläßt das bäuerl. Ambiente fast ganz u. bezieht auch das städt. Proletariat u. sogar die Welt des fahrenden Volkes mit ein. Die Frauen von Tannó (ebd. 1911) wiederum sprengt das Genre des bäuerl. Dorfromans durch die gekonnt behandelte Problematik der Bluterkrankheit, während ein anderer Bestseller, Frau Sixta (ebd. 1926), bei aller Abenteuerlichkeit des Geschehens in der Titelheldin, die den Geliebten an ihre Tochter verliert, eine eindrückl., psychologisch feinsinnig gezeichnete Frauenfigur präsentiert.
Z.s bedeutendste Leistungen sind aber gleichwohl nicht die berühmten Bestseller, sondern weniger bekannte Texte wie die bewegende Erzählung Nacht (ebd. 1917) - die Lebensgeschichte eines Blinden - oder die zeitlos-anmutige, legendenhafte Liebeserzählung Blancheflur (Bln. 1923). Der übergroße Erfolg in Deutschland - das Schweizer Lesepublikum blieb eher zurückhaltend, die Kritik vielfach gehässig - wurde Z. allerdings auch zum Verhängnis, geriet er doch seiner engen Verbundenheit mit dem dt. Markt wegen sowohl 1914-1918 als auch 1933 bis 1945 in den Verdacht einer gegen die Interessen der Schweiz gerichteten einseitigen Parteinahme für Deutschland. Nach 1945, als die Heimatliteratur aus der Mode kam, geriet auch Z.s Werk rasch fast völlig in Vergessenheit.
Schlagworte
Lyrik Dramatik Erzählung

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